Salzburger Sportwelt Amadé

Kristallklare Luft und ein Sprungbrett für Weltmeister

31.01.2008 Angelika Basdorf

Acht Orte, 860 km Pisten, 270 topmoderne Liftanlagen und die Heimat von Skiprofis: Das sind die Eckdaten der Salzburger Sportwelt, die das Herzstück der Ski Amadé bildet

Nur rund 45 Autominuten von der Mozartstadt Salzburg entfernt erstreckt sich ein an Vielseitigkeit schwer zu überbietendes Skiparadies das für jeden Wintersportler, egal ob Abfahrtsläufer, Rodler, Langläufer, etwas zu bieten hat.

Anspruchsvolles für Könner und Profis

Für das besonders sportlich orientierte Klientel sind hier die beiden Weltcup-Orte Altenmarkt- Zauchensee und Flachau hervorzuheben, zu denen 350 Kilometer anspruchsvolle Pisten zählen. So wundert es nicht, dass internationale Skigrößen wie Herrmann Meier, mehrfacher Weltmeister, Olympiasieger und Weltcupsieger sowie Michael Walchhofer, Abfahrtsweltmeister 2003, hier den Grundstein für ihre Karrieren legten. Insbesondere Zauchensee rühmt sich damit, die höchste Bevölkerungsdichte an Weltmeistern vorzuweisen, nämlich einer auf 44 Einwohner.

Vielseitiges Gelände

Von Altenmarkt kommend windet sich ein tief verschneites Tal hinauf nach Zauchensee.

Vielseitige Pisten in unterschiedlichsten Schwierigkeitsgraden sowie ein traumhaftes Panorama laden jedoch nicht nur Skiprofis ein, ihr Können unter Beweis zu stellen, sondern eröffnen auch Neueinsteigern optimale Voraussetzungen. Auffallend wenige Snowboarder tummeln sich hier, dem Schneevergnügen frönen mittlerweile fast ausschließlich wieder Skifahrer. Viele ursprüngliche Skifahrer, die aufs Snowboard gewechselt waren, kehren nun dank der hervorragenden Möglichkeiten, welche die immer neuere Carving-Technik bietet, zurück, heißt es aus Skilehrerkreisen.

Basislager mit Erlebnischarakter

Wer nicht in einem der sieben ortsansässigen Hotels gastiert, kann problemlos die neue Weltcup-Arena mit dem Auto erreichen. Sie bildet eine Art Basislager auf hohem Erlebnisniveau, mit Sport-, Souvenir- und Bekleidungsgeschäften sowie zahlreiche Gastronomieangebote. Von hier aus geht es mit der Gondel in rund zehn Minuten auf den mit 2.188 Metern höchsten Punkt der Salzburger Sportwelt, den Gamskogel. Dort angekommen, hat man nicht nur einen hervorragenden Blick auf eine atemberaubende Berglandschaft, sondern kann auch die einzigartige kristallklare Luft genießen. Hier oben befindet sich der Startpunkt der Weltcupstrecke, außerhalb des Rennbetriebs wunderbarer Anfang einer 3,5 Kilometer langen Abfahrt bis zur Talstation, mit einem Höhenunterschied von 850 Metern.

Da in Zauchensee die sportliche Orientierung im Vordergrund steht, sind die Après-Ski-Möglichkeiten hier eher bescheiden. Kurz nach Pistenschluss besteht zwar noch die Möglichkeit, den Tag in der Weltcup-Arena ausklingen zu lassen, echte österreichische Hüttenatmosphäre kommt hier allerdings nicht auf. Wer die erleben will, der sollte den Einkehrschwung in Altenmarkt oder Flachau machen.

In Flachau, der Heimatort von Herrmann Maier, kann bis tief in die Nacht gefeiert werden.

1.000 Schneekanonen

Professionelle Ski-Voraussetzungen findet man selbstverständlich auch hier. Mittlerweile 1.000 Schneekanonen sorgen für eine durchgängig ausreichende Schneedecke. Alle arbeiten nach modernster regenerativer Energietechnik und werden aus natürlichen Wasservorräten gespeist. Nach Einbruch der Dämmerung markieren die leuchtenden Metallmaschinen die Weltcupstrecke - ein fantastisches Bild, wenn man von der Talstation aus in Richtung Gipfel blickt.

Ein Herz für Kinder

Besonders kinder- und familienfreundlich ist es in Wagrain. Dort bietet die neue Sechser-Sesselbahn außer Sitzheizung und Wetterhaube einen neuartigen Sicherheitskomfort: Ein zusätzlicher Bügel, der nach der Abfahrt automatisch verriegelt und erst vor dem Aussteigen wieder öffnet, sorgt dafür, dass kleine Kinder optimal vor dem Herausrutschen geschützt sind. Warm sitzt man seit dieser Saison auch, wenn man den Grafenbergexpress und die Sonntagskogelbahn 1 benutzt.

Zünftiger Einkehrschwung

An allen Abfahrten laden gemütliche Hütten zur Einkehr bei einer leckeren Brotzeit ein. In der urigen Hachau-Alm kommen die Kässpätzle und der Kaiserschmarrn traditionell in der großen Pfanne auf den Tisch, aus der sich die hungrigen Wintersportler dann bedienen können.

Wer Abwechslung vom Skifahren sucht, kommt vielleicht beim Rodeln auf seine Kosten.

Die Naturrodelbahn am Hochbifang hat ihren Start auf 1.300 Metern Höhe. Sie führt in sanften Kurven durch den Wald, ist immer bestens präpariert und am Abend sogar beleuchtet.

Trotz einer modernen Ski-Infrastruktur – die Skigebiete gehen ineinander über, alle Orte sind durch einen Buspendelverkehr miteinander verbunden – hat die Sportwelt Amadé viel von ihrer Ursprünglichkeit bewahrt. Vielleicht liegt darin das Geheimnis ihrer wachsenden Beliebtheit – 2007 verzeichnete sie 2,7 Millionen Winter-Touristenübernachtungen. Die meisten Gäste kommen aus Deutschland, Russland und Skandinavien und reisen immer lieber per Flugzeug an. Bis zu 120 Landungen verzeichnet der Flughafen Salzburg an „Skisamstagen“.

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Alpendorf, Salzburgerland Tourismusgesellschaft mbH Alpendorf
Zauchensee, Salzburgerland Tourismusgesellschaft mbH Zauchensee
Pistentraum, Salzburgerland Tourismusgesellschaft mbH Pistentraum